Wärmepumpe
Umwälzpumpen: Kräftige Dauerläufer verschwenden Strom
Heizungsumwälzpumpen sind Dauerläufer, jährlich rund 5.400 Stunden und mehr in Betrieb. Ein Blick auf ihr Typenschild stimmt nachdenklich: 60-120 Watt ist dort zu lesen, während für ein Ein- oder Zweifamilienhäuser nur ca. 25 Watt elektrische Leistung benötigt werden.
Die Einsparung ist schnell errechnet 0,1 kW (alt) minus 0,02 kW (neu) = 0,08 kW (eingespart) mal 5400 Stunden Jahresbetriebszeit = 432 kWh/Jahr Einsparung. In Stromkosten: 50-65 EUR pro Jahr (12-15 Ct./ kWh) oder 650 bis 1000 EUR Kosteneinsparung über die Lebensdauer.
Eine neue Pumpe kostet 300-500 EUR, d.h. sie macht sich nicht nur bezahlt, der Eigentümer erzielt sogar einen „Überschuß“ von 250 bis 500 EUR. Der nächste Pumpenersatz finanziert sich von selbst.
Was ist zu beachten?
Zunächst die Größen-Faustformel: Eine Heizungsumwälzpumpe sollte nicht größer sein als 0,15 Watt mal Wohnfläche (oder 1 Promille der Kesselleistung). Für ein EFH mit 130 m² sind das 20 Watt elektrische Antriebsleistung. Pumpengrößen zwischen 10 und 25 Watt regelnd wären für EFH also ausreichend.
Die richtige Pumpe:
Gängige drehzahlgereglte Pumpen gibt es seit Jahren bis 25 Watt Leistung von allen Herstellern. Sie sind die Standardlösung.
Neu am Markt sind Kleinstpumpen mit einem modernen Antriebssystem, den permanenterregten Magnetrotoren. Sie sind die idealen Problemlöser für das kleine Wohnhaus (EFH/ZFH, RH). Anbieter ist bisher nur: BIRAL (GRUNDFOS-Tochter). Die Kleinstpumpen haben ein starkes Drehmoment, damit laufen sie auch nach der Sommerpause gut wieder an. Das Wichtigste aber: Diese Pumpen gibt es im Leistungsbereich ab 9 Watt und sie regeln selbsttätig je nach Anforderung aus dem Rohrnetz. Sie bringen die dargestellte Stromeinsparung. Sie sind die „Kür“ beim Pumpenaustausch und ergänzen das Angebot der drehzahlgeregelten Pumpen.Einzige Einschränkung: Bei im Heizkessel fest eingebauten Pumpen, kann diese Technik meist nicht nachgerüstet werden.
Keine Angst übrigens vor kleinen Pumpen: Sie pumpen das Heizwasser nicht im Haus nach oben, sondern überwinden nur den Strömungswiderstand des Heizwassers an den Rohrwandungen des Leitungsnetzes. Hierfür sind Altpumpen häufig um den Faktor 10 zu groß.
„Mit den Kräften haushalten“ ist auch hier vernünftig: Neue Sparpumpen finanzieren sich selbst, sparen Strom und entlasten ganz nebenbei die Umwelt. Denn mit jeder kWh eingesparten Strom wird ein CO2-Ausstoß von 680 Gramm vermieden, das sind 5 Tonnen CO2 über die Lebensdauer – nur durch Austausch einer kleinen Umwälzpumpe, die man im Heizungskeller kaum wahrnimmt. 40.000 davon gibt es im Landkreis Waldeck-Frankenberg, also ein CO2-Einsparpotenzial von fast 200.000 Tonnen über 15 Jahre zu wirtschaftlichen Bedingungen.
Noch ein Vorteil angepaßter Pumpeneleistung: Oftmals verschwinden mit ihnen altbekannte „Leiden“, wie Pfeiffen oder Hochfrequenztöne im Thermostatventil, für die der „Hochdruck“ zu großer Pumpen verantwortlich war.
Fragen Sie Ihren Heizungsbauer beim nächsten Termin nach diesen neuen Umwälzpumpen. Oder schauen Sie unter www.impulsprogramm.de unter „Umwälzpumpen“.



