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Die AussenwanddämmungWarme Wände schwitzen nichtDämmung der Außenwände bringt mehr Behaglichkeit und senkt die HeizkostenVon Werner Eicke-Hennig
Der langersehnte Frühling ist da. Die Sonne wärmt die Hauswände, aber sie vermag noch nicht die Erinnerung an so manchen unbehaglichen Winterabend verdrängen. Bei älteren Gebäuden ohne Außendämmung kühlen die Wände in den Wintermonaten stark aus. Die Folge sind ungemütliche 10 bis 15°C an den Innenoberflächen der Außenwände. Obwohl die Heizung hochgeschaltet ist, entzieht die kalte Wand dem menschlichen Körper ständig Wärme. Fröstelnd sitzen die Bewohner im überheizten Zimmer. Dabei könnte es behaglich sein, wären die Außenwände gedämmt und die Mauern dadurch wärmer als vorher. Alte Wände, ob 24, 30 oder 38 Zentimeter dick, haben keine gute Dämmwirkung. Ein zweites Problem: Kalte Wände werden feucht und schimmelig. Ähnlich wie bei einer kalten Flasche, die aus dem Kühlschrank genommen wird, entlädt die Raumluft ihre Feuchtigkeit an der Wand. Tauwasser bildet sich, ein idealer Nährboden für Schimmelpilze. Warme Wände dagegen „schwitzen“ nicht.Mit einer Außendämmung von 12 Zentimetern Dicke liegt die Temperatur der Außenwand-Innenoberflächen, wenn es draußen frostig ist, bei ca. 19°C. Es wird behaglicher durch die Dämmassnahme. Außerdem reduzieren sich die Heizkosten. Pro Einfamilienhaus kann eine Einsparung von 700 bis 1000m³ Erdgas oder Liter Heizöl im Jahr erwartet werden – das zeigen ausgeführte Bauten Das richtige Vorgehen: Wer sein Haus ohnehin neu verputzen möchte, sollte gleich auch noch dämmen. Dann fallen für die Dämmung bei 12 cm Dicke nur Zusatzkosten von 25 bis 30 Euro pro m² an. Für 12 cm Dämmschichtdicke am Altbau spricht, dass die Maßnahme auch in 40 Jahren noch ein guter Standard sein soll – so lange hält die Außenwanddämmung mindestens. Bei verputzten Hauswänden bietet sich das so genannte Wärmedämmverbundsystem an. Es besteht aus Dämmplatten, die auf den Altputz geklebt und verdübelt werden. Darüber kommt eine Spachtelschicht in die ein Glasseidengewebe eingebettet ist und der neue Außenputz. Das Verbundsystem hat sich seit 45 Jahren bewährt. Untersuchungen im Auftrag des Bundesbauministeriums zeigten, dass keine Bauschäden auftreten. Mehr zum Wärmedämmverbundsystem gibt es in der „Energiespar-Information Nr. 2“ als download unter www.hessische- energiespar-aktion.de. Die Energiespar-Information kann auch per Postkarte angefordert werdenDie Einsparung für Ihr Gebäude durch eine Dämmung der Außenwand, zeigt der „Energiepass Hessen“, den die Hessische Energiespar-Aktion für 50 EUR pro Gebäude anbietet. Fragbogen und Energiespar-Information bei „Hessische Energiespar Aktion“, Annastrasse 16, 64285 Darmstadt oder unter www.hessische-energiespar-aktion.de | ||